Was sagt die Kirche zu Medjugorje?

Nihil obstat

Der Vatikan hat am 19. September 2024 Medjugorje als offiziellen Pilgerort und Ort der Marienverehrung anerkannt. Das Urteil "Nihil obstat" bedeutet, dass nichts gegen den Glauben und die Frömmigkeit spricht, die sich dort seit den ersten Marienerscheinungen 1981 entwickelt haben.

Erscheinungen

Papst Benedikt XVI. beauftragte eine Kommission, diese Frage zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden nicht veröffentlicht und Papst Franziskus fällte dazu keine Entscheidung. Im Mai 2024 hat der Vatikan seine Normen zu mutmasslichen übernatürlichen Phänomenen überarbeitet. Mit den neuen Normen werden solche Erscheinungen nicht mehr als echt oder unecht deklariert. Mit dem "Nihil obstat" sagt der Vatikan allerdings, dass "nichts entgegensteht". Das ist die höchstmögliche Bewertung für Medjugorje und unter diesen Status würden heute auch Fatima und Lourdes fallen. Das "Nihil obstat" ist keine Anerkennung der Echtheit der Erscheinungen, aber eine Bestätigung der Spiritualität, die von Medjugorje ausgeht. Im Zentrum der Spiritualität von Medjugorje stehen natürlich die Botschaften der Muttergottes.

Vertreter des Papstes in Medjugorje

Papst Franziskus hat einen Apostolischen Visitator für Medjugorje ernannt (zurzeit Erzbischof Aldo Cavalli) und seit 2019 dürfen gemäss seiner päpstlichen Entscheidung offizielle katholische Pilgerfahrten nach Medjugorje durchgeführt werden.